Erkämpfte Fanrechte verteidigen!

Warum die Forderung nach 10% Gästekontingent auch in Pandemie-Zeiten richtig und wichtig ist.

Viele Fanrechte sind leider nicht selbstverständlich, sondern mussten in bundesweiten Bündnissen von Fanszenen erkämpft werden. Das 10% Gästekontingent gehört dazu. Die meisten Fanszenen sind sich einig: Neben dem sportlichen Geschehen auf dem Rasen gehört auch der akustische und optische Wettbewerb auf den Rängen zu einem gelungenen Spieltagserlebnis dazu. Hierzu braucht es eine gewisse Anzahl an Gästefans.

Mit der Coronapandemie wurde die festgeschriebene 10%-Quote bei Gästekarten erstmal außer Kraft gesetzt. Das Heimspiel gegen die Westpfälzer ist nicht das erste Spiel, bei dem die Quote nicht mehr zur Anwendung kommt. So entsprach auch im Hinspiel das Gästekontingent nicht den üblichen 10%, weitere Beispiele wären aufzählbar. Die Begründungen lagen hier meist im Zusammenhang mit der Coronakrise, so sollten z.B. große Reisebewegungen innerhalb Deutschlands vermieden werden.

Soll mit der Öffnung der Stadien wieder ein Schritt Richtung Normalität gegangen werden, so gehört für uns auch die verpflichtende Rückkehr zu 10% Gästekontingent dazu. Und ja, das meinen wir für alle Gästefans, selbst für die rivalisierenden aus der Westpfalz. Denn es geht bei diesem Thema nicht um Rivalität, sondern um ein übergeordnetes Fanrecht für alle. Die Vergangenheit hat gezeigt: Wenn man vermeintliche „Selbstverständlichkeiten“ nicht immer wieder einfordert, können sie schneller weg sein, als man gucken kann. Auch wir sind (hoffentlich) bald wieder mit der vollen Kapelle alle zwei Wochen irgendwo zu Gast und wollen dann nicht jedes Mal mit einem künstlich geschaffenen Kartenproblem konfrontiert werden.

Deshalb fordern wir alle Vereine sowie die zuständigen Verbände und Behörden auf, sich im Zuge des Normalisierungsprozesses zu den 10% Gästekontingent zu bekennen und sie wieder ausnahmslos anzuwenden.