SVW steht schon wieder mit leeren Händen da

Über 4.300 Zuschauer waren zum Derby unseres SV Waldhof gegen die Wormatia aus Worms gekommen, trotz der zwei Niederlagen im Vorfeld und dem Termin unter der Woche. Was die Anwesenden im Carl-Benz-Stadion dann aber mit ansehen mussten, war leider wenig appetitlich. Über 90 Minuten gab es Regionalligakost auf wenig zufriedenstellendem Niveau. Hätte Blau-Schwarz gewonnen, wäre das Ganze vielleicht einfacher zu verdauen gewesen, aber leider siegte am Ende die Mannschaft aus der ältesten Stadt Deutschlands, was für großen Jubel bei unseren Freunden im Gästeblock und sehr lange Gesichter im restlichen Stadion sorgte. Wie schon bei den beiden Auswärtsspielen zuvor, kamen die Buwe von Beginn an nicht ins Spiel und entwickelten im Angriff zu keiner Zeit eine wirkliche Durchschlagskraft. Leider gesellten sich dazu auch im Defensivverhalten  kleinere und ganze große Nachlässigkeiten. Rabihou, der von Beginn an spielte, war zwar bemüht im ersten Durchgang vorne für Betrieb zu sorgen, doch echte Torgefahr konnte er leider nicht entwickeln. Dass er einer von denen ist, die es besser können, weiß man ja spätestens seit dem rundum erfolgreichen Spiel bei der Zweitvertretung des FSV Frankfurt. Auch Martin Wagner zeigte sich besonders motiviert und war derjenige, der am engagiertesten zu Werke ging. Leider gibt es ansonsten nicht viel Positives zu vermerken. Man kann der Mannschaft nicht vorwerfen, sich überhaupt nicht bemüht zu haben, aber ständige Unkonzentriertheiten in allen Mannschaftsteilen stellten das Publikum heute immer wieder auf die Zerreisprobe. Den Gästen gelang schon in der ersten Halbzeit der Führungstreffer und begleitet von ersten Pfiffen gingen die Mannschaften in die Kabine. Rainer Hollich wollte daraufhin wohl ein Signal setzen und schickte die Mannschaft bereits sieben Minuten vor dem Wiederanpfiff zurück auf den Rasen. Geändert hat sich danach allerdings nicht viel. Erst nach dem 2:0 für Worms, wenige Minuten vor dem Abpfiff, ergaben sich doch noch Großchancen für unsere Mannen, mit denen keiner mehr gerechnet hatte. Kevin Knödler im Kasten der Wormaten sowie zwei Mal die Latte verhinderten jedoch den Anschlusstreffer. Und so hat man dann zurzeit nicht mal das Glück auf seiner Seite. Glück und Erfolg kann man sich aber auch erarbeiten und das muss in den nächsten Wochen noch mehr der Fall sein als am gestrigen Abend. Hoffen wir, dass die Mannschaft sich am Riemen und das Ruder wieder herum reißt. Immerhin hat sie in dieser Runde schon einige Male bewiesen, dass sie es wesentlich besser kann. Die nächste Möglichkeit dazu ergibt sich am Samstag in Kassel. Die Hessen verspüren nach dem Sieg in Karlsruhe zwar etwas Rückenwind, unser Ziel muss es jedoch sein, ihnen diesen am Samstag  gleich wieder zu nehmen!