Nullnummer gegen die kleinen Schanzer

Am Ende waren unsere Spieler zwar aufgrund des Ergebnisses überwiegend unzufrieden, die vorangegangen 90 Minuten waren aber die Besten, die sie uns seit Wochen geboten hatten. Unterm Strich kamen die Blau-Schwarzen leider dennoch nicht über ein 0:0 gegen die „kleinen Schanzer“, der wohl langweiligsten aller eh schon unattraktiven Zweitvertretungen dieser Liga, hinaus.  Die Art des Zustandekommens stimmte zumindest die Fans nach dem Schlusspfiff versöhnlich. Eine weitere Niederlage mit zweifelhafter Einstellung der Spieler wäre auch wirklich zu viel des Guten gewesen. Nur noch 2520 Zuschauer im CBS waren die Quittung der unbefriedigenden Ergebnisse und  Leistungen der letzten Wochen und so präsentierten sich Ost- und Südtribüne mit noch größeren Lücken als bei sonstigen Spielen. Soweit aber genug der negativen Eindrücke, denn diesmal war die Mannschaft von Beginn an hellwach. Vor Anpfiff forderte die Ostkurve das Team mit einer Zeile aus dem Vereinslied dazu auf „unseren Club in Ehren zu halten“ und die Mannschaft beklatschte die Ostkurve kollektiv. Als es dann los ging, bekam Ingolstadt praktisch keinen Zugriff auf die Partie und lediglich der Pfosten hinderte Gruijic im ersten Durchgang, bei seiner Doppelchance, am Führungstreffer. Ansonsten waren klare Torchancen noch Mangelware, das sollte sich nach Wiederanpfiff aber ändern. A propos Pfiff. Schiri Robert Kempter leitete souverän durch die Partie. Er ließ viel laufen und agierte nicht wie sonst viele Regionalligaschiedsrichter, die bei jeder Kleinigkeit ins Spiel eingreifen müssen. Weniger souverän war die Abschlussstärke unserer Mannschaft. Dautaj köpfte knapp am Kasten vorbei, Reith übersah den besser positionierten Reule und schloss alleine ab. Reule selbst fand seinen Meister im Ingolstädter Torhüter Siegl. So schüttelten Mannschaft und Fans zwar diesmal zusammen über das fehlende Glück den Kopf, über den Auftritt der Blau-Schwarzen an sich war dies jedoch endlich mal wieder nicht nötig. Auch wenn am Ende kein Treffer auf unserem Konto zu verbuchen war, wusste das Spiel zu gefallen. Die Abwehr um Colak und Geiger stand sicher und ließ kaum eine Chance zu. Nach vorne gab es mehrere geordnete Spielzüge zu bestaunen und auch die technisch versierten Spieler, allen voran Reith und Wagner, zeigten endlich wieder ihr Können. Für den Auftritt am kommenden Samstag bei den Kickers gilt es nun den positiven Eindruck zu bestätigen. Es wird keine einfache Aufgabe beim souveränen Tabellenführer, aber eine ähnlich engagierte Leistung plus etwas mehr Fortune im Abschluss könnten vielleicht dafür sorgen, Stuttgart ein wenig zu ärgern und für glückliche Gesichter bei der anstehenden Mitgliederversammlung zu sorgen.