Waldhof verliert Derby gegen den Karlsruher SC mit 0:2 und scheidet aus dem BFV-Pokal aus

Am vergangenen Samstag, den 23. März 2013, kam es zum mit Hochspannung erwarteten Pokal-Derby gegen den KSC. Lag das letzte Aufeinandertreffen der beiden Kontrahenten doch schon zehn Jahre zurück und konnte damals aus blau-schwarzer Sicht kein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt werden. So elektrisierte das Match in unserer Kurpfalz fast 13.000 Zuschauer. Die ordentliche Kulisse bekam dann auch gleich zu Beginn eine kämpferisch aufspielende Waldhof-Elf zu sehen, die ein ganz anderes Auftreten als in den drei bisher ausgetragenen Rückrundenspielen an den Tag legte. So hatte Vllaznim Dautaj gleich die erste Großchance (3. Minute), die aber leider ungenutzt liegen gelassen wurde. Dafür war es in der 16. Minute der badische Gast, der eine Standardsituation zum 0:1 nutze. Daraufhin wurde der KSC stärker und kam trotz emsig kämpfender Waldhof-Buwe zum verdienten 0:2 Treffer noch vor der Pause (45. Minute).

Nach der Halbzeitpause sollte der Drittligist nicht mehr als nötig für das Spiel tun und verwaltete die Führung. Unsere Buwe waren deshalb häufiger in Ballbesitz, blieben aber vor dem gegnerischen Tor zu wenig zielstrebig, als dass noch einmal eine wirkliche Spannung aufgekommen wäre. Ein Pfostenschuss durch Massih Wassey, welcher vom KSC-Keeper glänzend gehalten wurde, war demnach die einzig wirklich gefährliche Szene vor der ausverkauften OST, die zu Spielbeginn mit einer sehenswerten Choreo zu überzeugen wusste. So wurde das „Underdog-Image“ unserer Buwe durch eine große Bulldogge dargestellt, und gleichzeitig den Gästen per Spruchband übermittelt, dass die Waldhof-Underdogs nicht bellen, sondern nur beißen würden. Auch die Badenser zeigten zu Spielbeginn eine Choreo, der man mit viel Wohlwollen vielleicht gerade noch ein „OK“ zugestehen kann. Dafür hatten sie akustisch nach dem Führungstreffer das Oberwasser und wussten vor allem durch eine hohe Beteiligung der mitgereisten Fächerstädter am Support zu überzeugen.

Rund um das Spiel kam es leider zu den befürchteten unschönen Szenen. Der SVW hat sich aufgrund der großen Aufmerksamkeit in der Öffentlichkeit und um weiteren Schaden von sich abzuwenden, sehr schnell dazu geäußert, was wir in Anbetracht der Umstände begrüßen. Wir von PRO Waldhof e.V. werden es jedoch wie schon nach dem Spiel in Kaiserslautern so handhaben, dass wir zuerst intern die Geschehnisse aufarbeiten, bevor wir uns dazu fundiert öffentlich äußern. Derzeit stehen wir in Kontakt mit der Vereinsführung, Medienvertretern sowie Fangruppen und versuchen uns ein möglichst umfassendes Bild von den Geschehnissen zu machen. Gleiches erwarten wir auch von allen anderen Beteiligten.

Bis dahin verbleiben wir mit der Hoffnung, dass ab Mittwoch wieder unsere Leidenschaft, nämlich der Fußball, im Mittelpunkt steht und nicht die von der überwiegenden Mehrheit unerwünschten Randerscheinungen beim Derby.

Weiter kämpfen Waldhof, Auswärtssieg in Trier!