Nachtrag zum Spiel SV Waldhof – Kickers Offenbach

Am gestrigen Sonntag, den 25. August 2013, traf unser SV Waldhof vor knapp 10.000 Zuschauern auf den Drittligazwangsabsteiger aus der Vorsaison Kickers Offenbach. Zunächst einmal hatte die Partie alles zu bieten, was zu einem ordentlichen Derby gehörte: Knapp 3.000 Gästefans, eine beeindruckende Choreo der Ultras Mannheim und eine Stimmung im Stadion, die ihresgleichen in der Regionalliga sucht. Trotz des verregneten Sonntagnachmittags ließen es sich die Anhänger beider Clubs nicht nehmen, ihre Mannschaften frenetisch anzufeuern und dass dann auch noch unser SVW durch einen sehenswerten Freistoß Ajdin Zerics (72. Minute) die Partie gewann, rundete den Tag vollends ab. Eigentlich hätten alle SVW-Fans nebst der zelebrierten HUMBA frohgemut nach Hause gehen können, aber leider nur eigentlich.

Denn wieder einmal schafften es ca. 150-200 Unverbesserliche, den Fokus der Spielberichterstattung auf sich zu lenken. Nicht nur, dass sie nach der Partie auf er der Theodor-Heuss-Anlage mit Flaschen, Steinen und Böllern auf die Polizei losgingen, nein, auch in der Halbzeitpause sahen sie sich genötigt, falsch verstandene Vereinszugehörigkeit am Zaun zur Westtribüne zu zeigen. Der Polizei, die in beiden Situationen sehr defensiv auftrat, ist hierbei kein Vorwurf zu machen, denn beispielsweise wurde der Einsatz der Wasserwerfer frühzeitig angekündigt. Wütend macht den geneigten Waldhof-Fan aber, dass sich Teile der Pressevertreter dazu berufen sehen, alle Waldhof-Fans undifferenziert mit den tatsächlichen Gewalttätern in einen Topf zu werfen. Schließlich gingen knapp 6.800 Waldhöfer nach der Siegesfeier auf der OST nach Hause oder feierten den Derbysieg noch im Stadion, als sich die Szenen auf der Theodor-Heuss-Anlage ereigneten.

Wie wir als Fandachverband aber auf die verurteilenswerten Szenen reagieren sollen? Wir wissen es nicht, denn scheinbar helfen Appelle an diejenigen „Anhänger“ nicht. Wir können deshalb nur unsere Enttäuschung über die Ereignisse zum Ausdruck bringen und unsere gebetsmühlenartigen Stellungnahmen hinterfragen, denn wir können nicht ausschließen, dass sich die gleichen Szenen auch in Zukunft bei namhaften Gegnern wiederholen werden.

Entschuldigen möchten wir uns im Namen aller friedlichen SVW-Fans bei der Mannschaft und dem Trainer- sowie Betreuerstab der Offenbacher Kickers, die sich auf ihrer Abreise Attacken eines vermummten Mobs ausgeliefert sehen mussten. Dabei wurde schwere Schäden am Mannschaftsbus verursacht und das Team des OFC in Angst und Schrecken versetzt. Wir möchten daher um Verzeihung bitten und distanzieren uns ausdrücklich von denjenigen Schwachsinnigen, die für diese Tat verantwortlich sind.