„Ich hab gehört, es ist Derbytime!“
Quelle: Waldhof 07 TV
Quelle: Waldhof 07 TV
Sehr geehrte Damen und Herren,
seit Jahren haben der SV Waldhof, das kommunale Fanprojekt Mannheim-Ludwigshafen und der Fandachverband PRO Waldhof große und teilweise sehr erfolgreiche Anstrengungen unternommen, um Gewalttaten und Randale langfristig zu verhindern.
Dennoch müssen wir, die große Mehrheit der friedliebenden Fans des SV Waldhof leider feststellen, dass bei bestimmten Risikospielen immer wieder einige unverbesserliche Chaoten die Spiele des SVW dazu missbrauchen, ihre Aggressionen durch sinnlose Gewalt und Randale auszuleben. Wir, die Fans des SV Waldhof, sind nicht mehr bereit, dies weiter hinzunehmen.
Unser Motto lautet: Waldhoffans gegen Gewalt !
Mit der großen Unterstützung der friedliebenden und damit wirklichen Anhänger unseres Vereins, wollen wir kommenden Sonntag, den 29.09.2013, ab 12.30 Uhr, beim Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II, ein Zeichen setzen und den Randalierern am Brennpunkt Gartenschauweg/Theodor-Heuss-Anlage im wahrsten Sinne des Wortes den Platz für ihre sinnlosen Aktionen nehmen.
Wir sind eine kleine Gruppe bisher nicht organisierter Leute aus der Mitte der Fans des SV Waldhof. Leider mussten wir viele Jahre ohnmächtig zusehen, wie sich diese Chaoten mit gegnerischen Fangruppen oder der Polizei auslebten. Dies ging stets einher mit negativer Presse auf Kosten des SVW sowie einer Diskreditierung der gesamten und echten SVW-Fans.
Der Ruf der Anhängerschaft des SV Waldhof ist vor allem regional nicht der Beste. Auch wenn sich in der jüngeren Vergangenheit viel zum Guten gewendet hat. Sowohl der Verein, als auch die organisierten Fanclubs, haben sich richtigerweise immer wieder von diesen Leuten aufs Schärfste distanziert. Leider haben wir jedoch auch immer wieder, wie kürzlich beim Spiel gegen Kickers Offenbach, schmerzhaft erfahren müssen, dass dies alleine nicht reicht, um den Chaoten Herr zu werden.
Daher ist bei uns der Gedanke gereift, dass man wohl einen Schritt weiter gehen muss. So ist uns die Idee gekommen, die Faninitiative „Waldhoffans gegen Gewalt“ zu gründen. Um AKTIV diesen Leuten zu zeigen, dass im wahrsten Sinne des Wortes „kein Platz“ mehr für sie rund um ein Spiel des SVW ist. Sei es im, oder außerhalb des Carl-Benz-Stadions.
Unsere Aktion am kommenden Sonntag (den 29. September 2013) besteht aus einer offiziell bei der Stadt Mannheim angemeldeten Demonstration – vor und nach dem Spiel – an dem immer wieder für Randale missbrauchten „Brennpunkt“ Gartenschauweg vor den Toren des Carl-Benz-Stadions.
Wir werden durch Tragen von T-Shirts, die wir davor verkaufen sowie einem großen Banner, uns klar gegen Gewalt positionieren. Ziel ist die – durch eine hoffentlich große Barriere an teilnehmenden „wahren Fans“ – Ausschreitungen zwischen den Lagern und/oder Chaoten mit der Polizei durch passives Handeln zu verhindern.
Auch haben wir die Absicht, unsere Aktion bei folgenden Problemspielen zu wiederholen. Wir hoffen so zu erreichen, dass das nun schon seit vielen Jahren bestehende Problem dauerhaft gelöst werden kann. Sollte dies gelingen, besteht die berechtigte Hoffnung auf einen nachhaltigen positiven Effekt für den SV Waldhof. Der Verein, die Mannschaft mit Trainern und Betreuern, als auch wir Fans versuchen alles, um endlich wieder in der Stadt erfolgreichen Fußball im Profibereich sehen zu können. Auch die Bürger Mannheims sehnen sich, wie beim Aufstieg aus der Oberliga vor zwei Jahren vor 18.000 Zuschauern gezeigt, nach höherklassigem Fußball. Und vor allem erhoffen wir uns auch speziell durch das Gelingen einer solchen Aktion eine zunehmende Unterstützung des SVW durch die lokale Wirtschaft.
Wir investieren viel Arbeitskraft und Herzblut in diese Sache, haben auch bereits sehr viel positives Echo. Sowohl aus dem Verein an sich, den Fanclubs, als auch im Internet erfahren dürfen. Durch die zahlreiche Teilnahme der Fans wollen wir es möglich machen, dass endlich mal wieder ein Problemspiel – bei aller gesunder sportlicher Rivalität – ohne diese unsäglichen Randerscheinungen möglich ist. Wir hoffen mit dieser Initiative dazu beizutragen, auf Dauer den SV Waldhof dorthin bringen zu können, wo wir ihn wohl alle gerne sehen würden. […]
Mit blau-schwarzen Grüßen
Ralf Worch & Dr. Lennart Thilmann
Gespielt wird am 21.09.2013, um 14:00 Uhr, im Moselstadion in Trier. Als Gästeblock steht der Block B zur Verfügung. Der Eingang und die Kassen befinden sich an der Zurmainerstraße.
Fanutensilien:
erlaubt: Fahnen, Zaunfahnen, Trommeln (einsehbar) und ein Megaphone
nicht erlaubt: Doppelhalter
Anfahrt:
per Bahn:
Mannheim Hbf ab 07:56 Uhr
Kaiserslautern Hbf an 08:59 Uhr
Kaiserslautern Hbf ab 09:05 Uhr
Homburg(Saar)Hbf an 09:32 Uhr
Homburg(Saar)Hbf ab 09:58 Uhr
Trier Hbf an 12:00 Uhr
zurück:
Trier Hbf ab 17:01 Uhr
Homburg(Saar)Hbf an 19:00 Uhr
Homburg(Saar)Hbf ab 19:27 Uhr
Kaiserslautern Hbf an 19:54 Uhr
Kaiserslautern Hbf ab 19:58 Uhr
Mannheim Hbf an 21:03 Uhr
Für diese Verbindung kann das Rheinland-Pfalz-Ticket genutzt werden (z.B. 38,- Euro für 5 Personen).
per PKW:
Auf die A6 Richtung Frankfurt bis zum Dreieck Viernheim, dort weiter Richtung Saarbrücken. Am Autobahnkreuz 12 Kreuz Landstuhl-West rechts halten und der A62 in Richtung Flughafen Hahn/Trier/Kusel folgen. Bei Otzenhausen weiter auf die A1 Richtung Trier bis zum Dreieck Moseltal, dort den Schildern A602 in Richtung Luxembourg/Trier folgen. Der A602 und Zurmaienerstrasse bis zum Moselstadion folgen. Einen gesonderten Gästeparkplatz gibt es in Trier nicht.
per Bus:
Weder PRO Waldhof noch ein Fanclub bieten einen öffentlichen Bus an.
Zieladresse fürs Navigationssystem:
Moselstadion
Zeughausstraße 85
54292 Trier
Eintrittspreise:
Stehplatz-
Vollzahler 8,50 Euro
Ermässigt 6,50 Euro
Hallo Waldhof-Fans,
am 10. (!) Spieltag ist es endlich soweit. Zum ersten Mal in dieser Saison spielen die Buwe an einem Samstag. Lasst uns geschlossen und zahlreich mit dem Zug nach Trier reisen und unsere Mannschaft zum Sieg brüllen. Wenn wir es schaffen, dort so einen Lärm zu machen wie zuletzt daheim gegen Freiburg und Neckarelz, dann haben wir auch an der Mosel ein Heimspiel.
Auf geht’s! Weitersagen und mitfahren!
Der SV Waldhof Mannheim 07 e.V. sowie alle Fans und Freunde unseres Vereins trauern um Manfred David, der am 10. September 2013 im Alter von 86 Jahren verstarb. Der Erste Bürgermeister der Stadt Mannheim a.D. machte sich besonders in den Jahren 1996 bis 2002 um unseren Verein verdient, als er im Präsidium unseres SVW für den Bereich der Abteilungsorganisation verantwortlich zeichnete. Als Erster Bürgermeister Mannheims initiierte er außerdem den Bau unseres Carl-Benz-Stadions in Mannheim. Besonders in Erinnerung wird uns der überaus freundliche Träger des „Ehrenring mit Brillianten“ bleiben, wenn er auf Fan-Veranstaltungen wie der „Otto-Siffling-Ausstellung“ erschien und immer zu einem Plausch über unseren SVW verweilte. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren und sind in diesem Moment gedanklich bei seinen Angehörigen.
PRO Waldhof, im September 2013
Bildquelle: Verlag Waldkirch
Gespielt wird am 09.09.2013, um 20.15 Uhr, im Auestadion in Kassel. Als Gästeblock stehen die Stehplätze in der Südkurve zur Verfügung. In den letzten Jahren ist die Polizei in Kassel in einer sehr hohen Mannstärke aufgetreten. Auch wenn wegen des Termines unter der Woche die Zahl der mitreisenden Mannheimer sehr überschaubar sein wird, dürfte dies auch diesmal ähnlich sein (siehe u.a. hier: http://www.02elf.net/rechtswesen/kassel-…-zurueck-209672). Aufgrund dieser Lage sollte nicht nur ein friedliches Auftreten selbstverständlich sein, sondern auch ein besonnenes Verhalten.
Fanutensilien:
erlaubt: Fahne, Zaunfahnen, Doppelhalter , Trommeln (einsehbar) und ein Megaphone.
nicht erlaubt: Blockfahnen
Anfahrt:
per Bahn:
Da eine Rückreise am selben Tag nicht möglich ist, wird von einer Anreise per „Bummelzug“ abgeraten.
per PKW:
Von Mannheim aus auf die A6/A67 Richtung Frankfurt. Am Hattenbacher Dreieck auf die A7 Richtung Kassel/Hannover. An der Abfahrt Kassel-Mitte abfahren, dort weiter auf die A49 bis zur Ausfahrt Auestadion. Parkplatzmöglichkeiten findet ihr am Clubhaus in der Damaschkestrasse.
per Bus:
Weder PRO Waldhof noch ein Fanclub bieten einen öffentlichen Bus an.
Zieladresse fürs Navigationssystem:
Auestadion
Am Sportzentrum
34121 Kassel
Eintrittspreise:
Stehplatz Gäste: 8,00 €
Stehplatz Gäste ermäßigt: 7,00 €
Am Samstag, den 31. August 2013, fand in Ludwigshafen der alljährliche Stadtlauf statt und eine Gruppe linksrheinischer Waldhof-Fans hatte sich dazu entschlossen Flagge zu zeigen. Die „Pfälzer Jungs“ waren dieses Mal mit sieben Waldhofanhängern am Start. Auch an der Strecke erlebten sie einen guten Support! Teilweise waren die Zuschauer auch im Trikot erschienen, um den Fanclub „Blau-schwarz für Ludwigshafen – Die Pfälzer Jungs“ zu unterstützen. Nach dem Lauf wurden die „Pfälzer Jungs“ zu ihrem Fanclub sowie zum SV Waldhof interviewt und konnten so positive Werbung für den geilsten Club der Welt betreiben! Deshalb wollen die treuen Waldhof-Fans ganz sicher auch im nächsten Jahr beim Stadtlauf in Ludwigshafen Flagge zeigen und freuen sich auch dann über jeden Sportler, der sich ihnen anschließen möchte.
Das Thema Sport 1-Übertragungen wurde in den letzten Wochen ja schon reichlich in der Fanszene diskutiert. Bereits im „Uffbasse“-Spieltagsflyer zum ersten Saisonspiel gegen Ulm haben wir unseren Standpunkt hierzu deutlich und in aller Ausführlichkeit dargelegt. Es bleibt auch weiterhin dabei: Der Fußball gehört in erster Linie den Fans auf den Rängen und den Sportlern auf dem Rasen, sprich den Leuten, die live im Stadion dabei sind. Denn diese machen ihn erst zu dem Erlebnis, das er ist.
Was trotz mittlerweile fast unerträglicher Omnipräsenz kein integraler Bestandteil eines Fußballspiels ist, sind TV-Anstalten. Klar, die große mediale Aufmerksamkeit für den Fußball spiegelt letztlich auch nur den großen Stellenwert wieder, den dieser Sport in unserer Gesellschaft besitzt. Ebenfalls kann sich auch in aktiven Fankreisen kaum jemand davon freisprechen, die Vorteile von TV-Liveübertragungen, zumindest bei sportlich sehr interessanten Spielen auf internationaler Ebene, schon häufiger für sich genutzt zu haben. Und dennoch gibt es diese berühmte rote Linie, bei deren Überschreitung der Schaden, den das Fernsehen im Fußball anrichtet, den Nutzen überschreitet. Diese Linie ist spätestens dann erreicht, wenn TV-Anstalten Spielansetzungen beeinflussen und Spielverlegungen erzwingen, die es ohne Live-Übertragung nicht gegeben hätte. Sicherlich kein neues Phänomen, Fans in den ersten beiden Ligen schlagen sich seit über einem Jahrzehnt mit dieser Problematik herum. Die „Montags könnt ich kotzen!“ Plakate im CBS zu Zweitligazeiten dürften den Meisten auch noch in Erinnerung sein.
Seit kurzem ist der private Sender Sport 1 nun auf die Idee gekommen, auch den Regionalligafußball in sein Programm aufzunehmen und zwar mit insgesamt 26 Live-Übertragungen aus allen fünf Ligen pro Saison. Welche Spiele genau übertragen werden, wird immer recht kurzfristig entschieden. Man wolle den vielen Traditionsvereinen, die sich mittlerweile in diesen Spielklassen tummeln, die Möglichkeit geben, sich wieder deutschlandweit zur präsentieren, so die offizielle Verlautbarung des Senders. Klingt natürlich erst einmal nach einem ehrenwerten Vorhaben. Wer jedoch bis drei zählen kann, weiß natürlich, dass dies nicht die wahren Beweggründe sind. Sport 1 überträgt nicht samstagmittags um 14 Uhr, sprich zu den gewöhnlichen Regionalliga-Spielzeiten, sondern versucht mit den RL-Übertragungen seinen Sendeplatz dienstagabends, der bisher mit Handball nicht die gewünschten Einschaltquoten erzielen konnte, irgendwie zu retten. Dass für dieses Vorhaben natürlich keine Partien wie SC Freiburg II gegen KSV Baunatal herangezogen werden, dürfte jedem einleuchten. Somit ist klar, dass die besagten Traditionsvereine, denen man angeblich in Samaritermanier zur mehr Aufmerksamkeit verhelfen will, schlichtweg Mittel zum Zweck sind. Ob das „Unternehmen Regionalliga“ für Sport 1 ein Erfolg wird, kann man noch nicht wissen. Was man jedoch jetzt schon wissen kann, ist, dass es sich ohne die namhaften Vereine für den Sender nicht einmal lohnen würde, den Versuch überhaupt zu starten. Ihre eigenen Absichten im Blick, ist es den Verantwortlichen von Sport 1 dann auch ganz egal, ob Ulmer Fans unter der Woche nach Mannheim reisen müssen oder unsereins nach Kassel. Hier fehlt völlig das Verständnis dafür, dass das, was die Traditionsvereine von den unattraktiven Vereinen unterscheidet, die Fans sind, und man ebendiesen durch Ansetzungen unter der Woche die Anreise erschwert oder gar unmöglich macht.
Soweit also das leicht durchschaubare und fanfeindliche Konzept des Senders. Jedoch darf auch nicht verschwiegen werden, dass unser Verein durchaus ein Vetorecht besitzt, d.h. Anfragen von Sport 1, ob ein Spiel unseres Sportvereins übertragen werden darf, bedürfen der Zustimmung des SVW-Präsidiums. Der Vorstand hat angekündigt, von Anfrage zu Anfrage individuell entscheiden zu wollen, ob er einer solchen zustimmt. Konkret bedeutete das bisher, dass für die Übertragung des ersten Heimspiels gegen Ulm und des kommenden Auswärtsspiels in Kassel grünes Licht gegeben wurde. Uns stieß dies bereits beim ersten Mal sehr übel auf. Sofort wurde zusammen mit PRO Waldhof e.V. der Kontakt zur Vereinsführung gesucht und Argumente ausgetauscht. Während wir darlegten, dass Spielansetzungen unter der Woche zugunsten von TV-Übertragungen für uns grundsätzlich nicht hinnehmbar sind, argumentierte das Präsidium in erster Linie damit, dass sie sich durch die TV-Präsenz größere Attraktivität für bestehende und gegebenenfalls auch neue Sponsoren erhoffen. Diesen Effekt bezweifeln wir jedoch. Zum Einen wird der SV Waldhof fast ausschließlich von regionalen Sponsoren unterstützt, die von einer bundesweiten Ausstrahlung nicht viel Nutzen haben dürften. Zum Anderen kann man neue Sponsoren nur schwerlich mit der Aussicht auf eine unbekannte Zahl X an Übertragungen locken.
Nun sind wir aber natürlich in erster Linie Fans unseres Vereins und dessen Wohl steht für uns an erster Stelle. Eine protestierende statt unterstützende Otto-Siffling-Tribüne zum ersten Heimspiel wäre zwar aufgrund der beschissenen Spielverlegung legitim, aber alles andere als ein gelungener Saisonauftakt gewesen. Wir wollten unserer Mannschaft und vor allem den zahlreichen neuen Spielern gleich von Anfang an zeigen, dass eine neue Saison bei Null losgeht und die Fans hinter ihrer Mannschaft stehen. Diese kann schließlich nichts für die Spielverlegung. Daher entschlossen wir uns, den Protest gegen die Sport 1-Übertragungen gegen Ulm nicht nach außen zu tragen, sondern normal zu supporten und nur fanszeneintern zu informieren. Der Deal mit der Vereinsführung war jedoch, dass wir uns nach diesem ersten Spiel und bevor die Entscheidung über eine etwaige zweite Übertragung gefällt wird, noch einmal zusammensetzen und das Ulm-Heimspiel gemeinsam analysieren. Trotz dieser Übereinkunft und unseres sonst sehr guten Verhältnisses zur Vereinsführung, gab diese wider Erwarten ihr „OK“ für das Auswärtsspiel in Kassel ohne zuvor ein weiteres Gespräch mit uns zu führen. Womöglich deshalb, weil klar war, dass wir von unserer ablehnenden Haltung nicht abgerückt wären und abermals große Bedenken angemeldet hätten. Es ist also davon auszugehen, dass der SV Waldhof auch zukünftig Anfragen von Sport 1 unter gewissen Umständen zustimmt.
Wie weiter oben dargelegt, lehnen wir, genau so wie viele andere Allesfahrer auch, das Konzept der Sport 1-Übertragungen grundsätzlich ab. Nicht nur, weil der Sender auf Kosten derjenigen Fans, die ihre Mannschaft gerne im Stadion live unterstützen möchten, seine Quote verbessern will, sondern auch, weil wir keine erkennbaren Vorteile für unseren SV Waldhof sehen, die damit einhergehen. Übrigens und nur mal nebenbei erwähnt: Wie kann es sein, dass die Polizei, die sonst keine Gelegenheit auslässt, Spiele gegen Hinz und Kunz zu Risikospielen zu erklären, ein Abendspiel in Kassel auf einmal nicht bedenklich findet? Entlarvt das die sonstige Handhabung von Spielansetzungen nicht als willkürlich?
Für uns bleibt also festzuhalten: Es obliegt nicht unserer Entscheidung, sondern natürlich der des Präsidiums, ob unser SV Waldhof als Verein diesen fanfeindlichen Spielansetzungen zustimmt oder nicht. Was wir jedoch selbst in der Hand haben, ist, wie wir damit umgehen. Daher haben wir uns als Ultras Mannheim 1999 dazu entschlossen, ab sofort bei Spielen unseres SV Waldhof, die aufgrund einer TV-Übertragung verlegt werden, nicht den gewohnten Support zu organisieren, egal ob daheim oder auswärts. Diejenigen von uns, die es einrichten können, werden zwar selbstverständlich auch diese Spiele besuchen, jedoch wollen wir unsere Art und Weise den SVW zu unterstützen und den Fußball zu zelebrieren nicht zum Bestandteil der Sport 1-Übertragungen machen. Denn sicher ist auch, dass eine gute Atmosphäre im Stadion dem Sender zu einem besseren „Produkt“ verhilft. Wir wollen ihm aber kein gutes „Produkt“ liefern, sondern wir wollen unattraktiv für Übertragungen sein und möglichst in Ruhe gelassen werden.
Wir sind uns durchaus im Klaren darüber, dass ein Support-Boykott ein Nachteil für unsere Mannschaft bedeuten kann. Bei Heimspielen, bei denen dadurch der Heimvorteil verloren gehen könnte, natürlich mehr als bei Auswärtsspielen, bei denen unsere eh schon schlechten Auswärtsfahrerzahlen unter der Woche noch geringer sein werden und wir somit auch mit organisiertem Support nicht besonders laut wären. Dennoch ist es uns wichtig, der Mannschaft mitzuteilen: Dieser Boykott hat rein gar nichts mit euch zu tun. Ihr habt euch bisher in fast jedem Spiel voll reingehängt. Mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg, aber auf dem Waldhof zählt bekanntlich der Einsatz. Wir werden auch bei den TV-Livespielen da sein. Wenn ihr am Drücker seid, aufs Tor stürmt, mies gefoult werdet oder einen Treffer erzielt, stehen wir sicherlich nicht emotionslos daneben. Jedoch sind wir nicht bereit, die gewohnte, von euch und der Presse immer wieder ausdrücklich gelobte, stimmungsvolle Atmosphäre über die gesamten 90 Minuten zu kreieren. Das heißt, wir verzichten auf Choreos, Zaunfahnen, Fahnen, Trommeln, Megaphon und alle anderen Hilfsmittel, die wir sonst dazu nutzen, um euch möglichst effektiv zu pushen.
Dies ist natürlich nur die Reaktion der Ultras Mannheim 1999 auf die Sport 1-Übertragungen. Wie andere Fanclubs damit umgehen, ist deren eigene Entscheidung, jedoch würden wir uns natürlich freuen, wenn sich möglichst viele dieser Form des Protestes anschließen würden.
FÜR FANGERECHTE ANSTOßZEITEN!
Ultras Mannheim 1999
Im September 2013
P.S. Der Fandachverband PRO Waldhof e.V. hat zu dieser Thematik ebenfalls eine Stellungnahme veröffentlicht. Diese könnt ihr hier lesen.
Am Mittwoch, dem 04.09.2013, stand die monatliche „DoppelPass on Air„-Sendung ganz im Zeichen der Torleute unseres SV Waldhof. Auch nach der kurzfristigen Absage unseres derzeitigen Stammkeepers Kevin Knödler ergab sich mit unseren beiden Youngstern Dennis Broll und Kevin Broll ein äußerst kurzweiliges Gespräch. Eine Stunde lang stellte sich das Brüderpaar im Studio in der Alten Feuerwache dabei unseren und Euren Fragen. Download: „DoppelPass on Air“ – Studiogäste: Dennis Broll und Kevin Broll (MP3; 41,3 MB)
Mit Erschrecken hat die IG „Unsere Kurve“ das Vorgehen der Polizei bei dem Play-off-Hinspiel zur Champions League zwischen Schalke 04 und PAOK Saloniki wahrgenommen. Nach den Vorfällen in Dortmund und Essen hat dieser Polizeieinsatz nun endgültig eine Grenze überschritten, die nicht unkommentiert bleiben darf. Dieses Vorgehen gegen Fußball-Fans muss sofort gestoppt werden. Die von der Polizei durchgeführten Maßnahmen gegen die Besucher erscheinen derzeit willkürlich und nicht mehr ausgewogen.
„Die Art und Weise, wie die Polizei im Nachgang mit diesem Thema umgegangen ist, war erschreckend. So wurden nach wie vor Halbwahrheiten verbreitet und der angebliche Tatbestand der Volksverhetzung vorgeschoben – wobei dies längst widerlegt wurde. Die Polizei versucht hier durch diese Taktik von ihrem massiven Fehlverhalten abzulenken. Für uns ein unverständlicher Vorgang“, so Christian Bieberstein, Sprecher von „Unsere Kurve“.
Vor allem das Medienecho und die Berichterstattung in den Tagen danach hat gezeigt, dass die breite Öffentlichkeit solch ein Vorgehen nicht nachvollziehen und tolerieren kann.
Wir würden es sehr begrüßen, wenn die Polizei ihren Einsatz selbstkritisch hinterfragt und bereit ist, Fehler einzugestehen. Stattdessen wird der Einsatz von Pfefferspray und Schlagstöcken als verhältnismäßig dargestellt. Solche Aussagen sind vor allem für die verletzten Personen blanker Hohn.
Besonders negativ ist in diesem Zusammenhang Rainer Wendt (Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG) in Erscheinung getreten. Seine Aussagen gegenüber dem Verein Schalke 04 , dem DFL-Präsidenten Reinhard Rauball sowie den Medien zeigen, wie undifferenziert und populistisch Herr Wendt versucht seine ignorante Meinung in der Öffentlichkeit zu positionieren.
„Herr Wendt verschärft damit seit Jahren den Konflikt zwischen Fans und Polizei. Seine Aussagen führen nur dazu, dass das Feindbild auf beiden Seiten stetig größer wird und die Fronten sich weiter verhärten. Dies macht es auch für gemäßigte Fans und Fanvertreter noch schwerer, am Abbau des negativen Polizeibildes zu arbeiten. Die neuerlichen Aussagen von Herr Wendt haben das Fass nun endgültig zum Überlaufen gebracht. Daher fordern wir den sofortigen Rücktritt von Rainer Wendt.“, so Christian Bieberstein.
Die IG Unsere Kurve setzt sich seit Jahren für einen ständigen Dialog zwischen Fanvertretern und der Politik sowie Polizei ein. Wir stehen weiterhin als Gesprächspartner zur Verfügung, so lange es sachlich bleibt und nicht versucht wird, dies als Bühne für die Profilierung eines Gewerkschaftsvorsitzenden zu nutzen.