Die Fankultur ist in Gefahr, aber noch lange nicht tot

Die Fankultur ist in Gefahr, aber noch lange nicht totDie Fußballfans hierzulande haben ein sehr ereignisreiches Jahr 2012 hinter sich und deshalb wollen wir als Fandachverband PRO Waldhof e.V. noch einmal zurückblicken und für uns ein Fazit ziehen. Bereits am 19. Oktober 2012 titelten wir auf unserer Homepage „Fankultur in Gefahr – Union Berlin wehrt sich“ und bezogen uns darin auf die sehr gute Stellungnahme des 1. FC Union Berlin zur ersten Version des Papiers „Sicheres Stadionerlebnis“ der Deutschen Fußball Liga (DFL). Mittlerweile können wir unsere damalige Überschrift um eine entscheidende Annonce erweitern: Die Fankultur ist in Gefahr, aber die Fußballfans in Deutschland wehren sich. Neben aller Enttäuschung über die verabschiedeten Anträge zum neuen DFL-Sicherheitskonzept, ist dies die positive Erkenntnis aus bundesweiten Protestaktionen von Fußballfans, die in dieser Form und diesem Umfang bisher ihresgleichen suchen.

Was war 2012 eigentlich los?

Aber zunächst der Reihe nach. Schauen wir noch einmal kurz auf die Geschehnisse des Jahres zurück, welche die zuvor in diesem Ausmaß nie da gewesene Mobilisierung der deutschen Fanszenen zur Folge hatte. Als entscheidender Einschnitt muss hier der 23. Juli 2012 genannt werden, als die Innenministerkonferenz (IMK) mit dem Deutscher Fußball-Bund (DFB) und der DFL zu einem Treffen zusammenkam. Nachdem schon zuvor immer mal wieder seitens einiger Innenminister sehr pauschalisierende Urteile über die angeblich steigende Gewalt im deutschen Fußball getätigt, sowie durch populistische Forderungen wie z.B. Stehplatzverbote sukzessive der Druck auf die Verbände erhöht wurde, demonstrierte die Innenpolitik die Machtverhältnisse an diesem Tag nun also das erste Mal ganz öffentlich und unmissverständlich. Als erstes konkretes Ergebnis dieses Gesprächs gründete der Ligaverband die „Kommission Sicherheit“, welche letztlich das viel diskutierte Papier „Sicheres Stadionerlebnis“ erarbeitete, das am 27. September 2012 veröffentlicht wurde und eine große Welle der Empörung unter Fußballfans, aber auch manchen Vereinen hervorrief. Einige meldeten sich wie von der DFL aufgefordert mit Stellungnahmen zu Wort, wobei die Art und Schärfe der Kritik sehr stark variierte. Andere Vereine zeigten sich dem Sicherheitskonzept gegenüber deutlich aufgeschlossener. Das Ergebnis dieses Prozesses war eine überarbeitete und in einigen sehr kontroversen Punkten deutlich abgeschwächte zweite Version des Papiers vom 15. November 2012, welche auch von zuvor kritischen Vereinen weitestgehend wohlwollend aufgenommen wurde. Die hieraus abgeleiteten 16 Anträge, die auf der Mitgliederversammlung am 12. Dezember 2012 zur Abstimmung gestellt wurden, lehnten letztlich nur der 1. FC Union Berlin und der FC St. Pauli gänzlich ab. Andere Vereine, wenn auch nur wenige, enthielten sich bei einigen Anträgen. Unterm Strich spricht das Abstimmungsverhalten der überwiegenden Mehrheit der deutschen Profivereine jedoch eine deutliche Sprache für das Sicherheitskonzept der DFL.

Dieser nahezu Einstimmigkeit der Vereine steht allerdings eine große Wut und Enttäuschung eines Großteils der Fußballfans entgegen, die Woche für Woche für die Atmosphäre in den Stadien sorgen und damit den Fußballsport erst zu einem mitreißendem Erlebnis machen. Die Gründe hierfür liegen auf der Hand. Sie wurden im kompletten Prozess schlichtweg übergangen. Deshalb ist es an dieser Stelle auch gar nicht nötig, noch einmal auf die einzelnen Anträge einzugehen. Über diese wurde genug gesagt, geschrieben, diskutiert und sich beschwert. Nicht alle dieser 16 Anträge stellen unbedingt Einschnitte oder Gefahren für die Fankultur dar, soviel ist klar. Andere sind es aber sehr wohl und greifen darüber hinaus auch noch tief in die Persönlichkeitsrechte der Stadionbesucher ein. Es geht aber wie gesagt gar nicht darum, die nun verabschiedeten Anträge noch einmal im Einzelnen durchzugehen. Denn die entscheidenden Fehler liegen nicht im Detail, sondern sind grundsätzlicher Natur und wurden schon viel früher gemacht, worauf unser Verein in seinem offenen Brief – dem wir uns genauso wie das Fanprojekt Mannheim/Ludwigshafen und die Ultras Mannheim 1999 angeschlossen haben – völlig zu Recht hingewiesen hat. Die Missachtung der Fußballfans und der derzeit nicht an den betroffenen Ligen teilnehmenden Vereine im Entstehungsprozess des neuen Sicherheitskonzepts stellte dieses von Beginn an vor ein großes Legitimitätsproblem. Unabhängig von den Inhalten des Konzepts bleibt festzuhalten, dass es nicht auf der Basis aufbaut, die notwendig wäre, um ein von allen Betroffenen akzeptiertes Endergebnis überhaupt erzielen zu können.

Des Weiteren war dieses Konzept in seiner nun beschlossenen Form schlichtweg nicht notwendig. Es gibt in den deutschen Fußballstadien kein erhöhtes und schon gar nicht ein in den letzten Jahren gestiegenes Gewaltproblem, eher das Gegenteil ist der Fall. Da können Politiker und Medien erzählen was sie wollen, die Realität ist nun mal eine andere. Fußball reiht sich nahtlos in diese Gesellschaft ein. Es gibt bei Fußballspielen prozentual nicht mehr Gewalt als in anderen Bereichen des öffentlichen Lebens auch. Es gibt keinerlei Zahlen, welche die von gewissen Institutionen geschürte Hysterie um die Sicherheit im Fußball auch nur annähernd rechtfertigen würde. Leider entspricht die (ver)öffentlich(t)e Meinung hierzu oft nicht den Tatsachen[1] und somit lässt sich der Fußball mittlerweile ziemlich einfach für politische Zwecke instrumentalisieren. Zumal der erhoffte breite und öffentliche Widerstand von Verbänden und Vereinen ja bedauerlicherweise ausgeblieben ist, sie sich also größtenteils widerstandslos in die Abhängigkeit politischer Wahlkampfstrategien manövriert haben. Es sollte jedem mündigen und kritischen Bürger zu denken geben, wenn z.B. die sportpolitische Sprecherin der Bundestagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Viola von Cramon, kurz nach der Verabschiedung der Anträge in Frankfurt diese mit den Worten kommentierte, dass diese lediglich auf den Druck von einigen sich im Wahlkampf befindenden Innenministern zurück gingen und sich in den entscheidenden Punkten als Nullnummer erweisen.[2] Hier wird deutlich, dass die Fußballverbände und -vereine längst schon Getriebene der Politik sind und auch in Zukunft um ihre Unabhängigkeit bangen müssen. Wenn es noch eines Beweises bedarf, dann liefert ihn Gerd Mäuser, Präsident des VfB Stuttgart, der folgendes verlauten ließ: „Mit den heutigen Entscheidungen ist ein wichtiger Schritt getan, die Unabhängigkeit des Fußballs gegenüber der Politik zu wahren.“[3] Da stellt sich natürlich die Frage: Wie lange? Genau so lange, bis gewisse politische Hardliner den nächsten Anlass finden, den Fußball als leichtes Bauernopfer zu missbrauchen.

Was bedeutet die Verabschiedung der DFL-Anträge nun konkret für die Fankultur?

Abgesehen davon, dass das neue DFL-Sicherheitskonzept uns als Fans des SV Waldhof Mannheim 07 e.V. derzeit ohnehin nicht direkt betrifft, ändert sich dadurch auch für die betroffenen Fanszenen in den ersten beiden Ligen zunächst erst einmal nichts. Denn fast alle im Sicherheitskonzept enthaltenen Maßnahmen waren auch zuvor schon traurige Realität, in den höheren Ligen genauso wie in den Amateurligen. Beispiele hierfür gibt es genug: Ob personalisierte Karten für uns in Kaiserslautern, wie auch schon für viele andere Fanszenen deutschlandweit. Ob Gästefanverbote z.B. für Frankfurt in Berlin (als Sanktion durch den DFB) oder für Rostock auf St. Pauli (durchgesetzt durch die Polizei Hamburg und von Gerichten bestätigt). Ob menschenunwürdige Ganzkörperkontrollen in sogenannten „Nacktzelten“, die z.B. Dresdner Fans bereits in Karlsruhe über sich ergehen lassen mussten usw. Das alles gab es hierzulande schon! Von der skandalösen, jeglichem rechtstaatlichen Grundsatz der Unschuldsvermutung widersprechenden Praxis der Stadionverbotsvergabe mal ganz zu schweigen. Es ist also nichts Neues, dass sich Fußballfans in Deutschland unverhältnismäßigen und oftmals auch rechtlich sehr fragwürdigen Repressalien ausgesetzt sehen.

Und dennoch war die Verabschiedung der DFL-Anträge ein fatales Signal für die Zukunft. Die offizielle Festschreibung eines fragwürdigen und ungerechten Umgangs mit Fußballfans ist ein einschneidender Schritt und ein Schlag ins Gesicht für alle betroffenen Fans, die schon jetzt unter zahlreichen Maßnahmen leiden. Deshalb hatte unser SVW in seinem offenen Brief Recht, als er die Entscheidung über das neue DFL-Sicherheitskonzept auch an die grundlegende Entscheidung knüpfte, wie sich die Vertreter der Profivereine den zukünftigen Fußball in Deutschland vorstellen bzw. wünschen: Einen emotionalen Fußball mit lebendiger Fankultur oder weiterhin ein fanfeindliches Klima, in dem die Fans in den Kurven nicht als das wahrgenommen werden, was sie sind, nämlich mündige Bürger mit einer großen Leidenschaft für den Fußball und für ihre Vereine.

Am 12. Dezember 2012 wurde eine große Chance vertan. Eine Chance der Vereine, sich für ihre Fans und deren Folklore auszusprechen und gegen die faktische Einmischung der Politik in Entscheidungen des Ligaverbands zu positionieren. Ein lautes und geschlossenen „So nicht! Wir haben kein gestiegenes Gewaltproblem im deutschen Fußball und lassen uns daher auch nicht von außen zu unüberlegten Schnellschüssen drängen.“ verbunden mit einer grundsätzlichen Ablehnung aller Anträge wäre das richtige Signal gewesen. Bis auf zwei Ausnahmen hatte leider niemand diesen Mut. 34 von 36 Profivereinen haben an diesem Tag versagt und ihre Fans, das wichtigste Kapital das sie haben, im Stich gelassen. Stattdessen haben sie den Weg dafür geebnet, in Zukunft weiterhin und vielleicht noch viel stärker Spielball der Politik zu sein.

Der Lichtblick: Fußballfans organisieren breiten Widerstand.

Das sind alles natürlich nur wenig erheiternde Erkenntnisse und man könnte zum ernüchternden Ergebnis kommen, dass die Fankultur über kurz oder lang dem Tode geweiht ist, da die Politik in Zukunft nach Belieben Druck auf den Fußball ausüben und Maßnahmen erzwingen kann. Doch diese Rechnung wird nicht aufgehen. Denn genau diejenigen, die im kompletten Entstehungsprozess um das neue Sicherheitskonzept außen vor gelassen wurden, genau diejenigen, auf die am wenigsten gehört wurde, werden in Zukunft diejenigen sein, die die Einzigartigkeit des Kulturguts Fußball verteidigen. Wenn sich eines in den letzten Monaten gezeigt hat, dann, dass die Fußballfans in Deutschland bereit sind, das zu tun, was Vereine und Verbände sich nicht getraut haben: Sich zu wehren.

Auch wenn sie letztlich nicht das Abstimmungsverhalten der Vereinsvertreter beeinflusst haben, so sind die Proteste der Fans dennoch positiv zu bewerten. Egal, ob der vorbildlich geplante und durchgeführte Fangipfel in Berlin, auf dem sich die Fans erstmals gemeinsam zu den Plänen der DFL positionierten oder die Kampagne „12:12 – Ohne Stimme, keine Stimmung“ mit über 50 teilnehmenden Fanszenen. Das geschlossene Auftreten der Fans hat gezeigt, dass es sich bei Fußballfans nicht um eine unkritische Masse von Stimmungsdienstleistern für die teuren Plätze und Fernsehsender handelt. Im Gegenteil: Die Fans in den Kurven sind leidenschaftliche und mündige Anhänger ihrer Vereine. Sie wollen nichts weiter, als ihre Mannschaft und ihren Verein unterstützen und brauchen hierfür ihre Freiräume. Wenn diese bedroht sind und die Vereine nicht Willens bzw. im Stande sind, diese kostbare Fußballfankultur zu schützen, dann übernehmen die Fans die Verteidigung eben selbst. Und das ziemlich eindrucksvoll. Nie zuvor haben Fanproteste eine solche Aufmerksamkeit erzielt, wie der Stimmungsboykott über drei Spieltage hinweg. Nie zuvor wurden die Anliegen der Fans so häufig und differenziert in den Medien und in der Öffentlichkeit aufgenommen und diskutiert. Die Fußballfans in Deutschland haben ein Ausrufezeichen gesetzt. Sie haben gezeigt, was der Fußballsport noch Wert ist, wenn man die Treuesten und Lautesten nicht ernst nimmt, sie immer weiter mit Repressalien eindeckt und somit aus dem Stadion vertreibt. Eindrucksvoll wurde aufgezeigt, wie der Fußball ohne leidenschaftliche Fans aussehen würde. Gleichzeitig hat sich durch die Proteste auch unter den Fußballfans selbst das Bewusstsein geschärft, dass die Fankultur wie wir sie kennen in ernsthafter Gefahr ist und wir sie verteidigen müssen, wenn wir sie beibehalten wollen.

Und wie geht es jetzt weiter?

Wichtig ist es jetzt vor allem, den Schwung mitzunehmen und am Ball zu bleiben. Die erhöhte Aufmerksamkeit, die es derzeit in den Fanszenen, aber auch in der Öffentlichkeit für fanpolitische Belange gibt, muss genutzt werden. Sie ist der Verdienst der letzten Wochen. Völlig kontraproduktiv wäre es jedoch, nun nach der Entscheidung des 12. Dezember 2012 weiterhin einen Stimmungsboykott durchzuführen. Denn ein Boykott ist das schärfste Protestmittel, über das Fans verfügen. Dies sollte immer nur als letzte Option angesehen und auf keinen Fall inflationär eingesetzt werden. Die Spieltage vor der DFL-Mitgliederversammlung waren eine solche Ausnahmesituation, in der ganz konkret auf den Unterschied „mit Fans/ohne Fans“ aufmerksam gemacht werden sollte und daher ein Boykott angebracht war. Das Ziel, diesen Unterschied deutlich zu machen, wurde erreicht. Nun ist die Situation aber eine andere. Aus Enttäuschung über die Verabschiedung des Sicherheitspapiers weiterhin zu schweigen, würde nicht nur den Eindruck der beleidigten Leberwurst wecken (was so gar nicht zur kämpferischen Attitüde passt, welche die Fanszenen in der letzten Zeit an den Tag gelegt haben und nun auch weiterhin von Nöten ist). Es käme darüber hinaus auch einer Selbsteinschränkung gleich. Denn ebendieses laute Singen und Abdrehen in den Kurven ist es ja, was wir bewahren wollen. Deshalb begrüßen wir es sehr, dass sich die Kampagne „12:12“ gegen einen weiteren Stimmungsboykott ausgesprochen hat. Vielmehr muss der weitere Kampf für den Erhalt der Fankultur in der Zukunft vorrangig lokal im eigenen Vereinsumfeld geführt werden. Viele Stadiongänger wurden durch den Stimmungsboykott für das Thema sensibilisiert. Das muss ausgenutzt und weiter intensive Aufklärungsarbeit geleistet werden. Man kann gar nicht genug Informationen zu diesem Thema an den Mann und die Frau bringen.

Außerdem ist es mittel- und langfristig unausweichlich, dass sich die einzelnen Fanszenen eine gute Fan-Infrastruktur aufbauen bzw. diese weiter ausbauen, um gegenüber den Vereinen und anderen Institutionen als starker Akteur auftreten zu können. Hier ist vielerorts (auch bei uns!) noch deutlich Luft nach oben. In Mannheim sind wir derzeit immerhin in der glücklichen Situation, als Fandachverband das Standing zu haben, uns regelmäßig auf Augenhöhe mit Verantwortlichen des Vereins austauschen zu können. Ein unschätzbarer Vorteil, der den Gründern und Vorgängerpräsidien von PRO Waldhof zu verdanken ist, die rechtzeitig die Notwendigkeit einer starken Fanvertretung erkannten und handelten. Soweit man das beurteilen kann, verfügen leider bisher nicht alle Fanszenen über starke Faninteressensvertretungen, weshalb auf die Etablierung und Weiterentwicklung ebensolcher weiterhin die volle Konzentration gelegt werden muss. Bundesweite, szeneübergreifende Aktionen wie „12:12“ können immer nur kurzfristige Akzente setzen, welche jedoch schnell verpuffen und letztlich wirkungslos sind, wenn in den einzelnen Fanszenen keine stabilen Strukturen vorherrschen, die solche Impulse aufgreifen und vor Ort für sich nutzen können. Wie gesagt, der Kampf gegen Repression und für eine freie Fankultur muss in erster Linie lokal ausgefochten und entschieden werden! Vorbildlich ist in diesem Kontext die Rot-Schwarze-Hilfe Nürnberg, die in bisher beispielloser Art vor allem juristische Arbeit leistet und schon einige Erfolge erzielen konnte. Neben ständiger Aufklärungsarbeit und dem Bereitstellen von Anwälten für Fans, ist hier vor allem die erfolgreiche Klage gegen das kollektive Betretungsverbot für Club-Fans in der Fürther Innenstadt beim Frankenderby als beeindruckendes Beispiel zu erwähnen.

Neben guten Fan-Infrastrukturen wird in Zukunft auch weiterhin der schon so oft gezeigte Ideenreichtum, eine gewisse Hartnäckigkeit der Fans, sowie eine gehörige Portion Idealismus nötig sein, um dem nun auch schriftlich fixiertem, fanfeindlichem Klima im deutschen Fußball entgegenzutreten. Auf die Verbände und die meisten Vereine können wir uns derzeit beim Kampf um den Erhalt der Fußballfankultur in Deutschland nicht verlassen. Dafür aber auf uns selbst, wie die jüngere Vergangenheit gezeigt hat. So z.B. unser Auswärtsspiel 2010 in Kaiserslautern, als wir die personalisierten Tickets kaufen sollten und jedem, der ohne Karte anreiste, angedroht wurde, verhaftet zu werden. Unsere Antwort darauf war genau die richtige: Demo anmelden, trotzdem hinfahren und auf seine Rechte bestehen! Dies machte in dem schon oben angeführten Fall auch die Fanszene von Hansa Rostock, welche mit mehreren tausend Leuten durch die Straßen Hamburgs zog und so nicht nur friedlich auf ihr Anliegen aufmerksam machen konnte, sondern auch den Plan der Hamburger Polizei, sich die „lästigen“ Gästefans vom Hals zuhalten, ad absurdum führte. Als Frankfurt und Dresden Auswärtsverbot hatten, waren sie trotzdem im jeweils für sie gesperrten Stadion. Die in München aufgestellten „Nacktzelte“ quittierten zahlreiche Eintracht-Fans damit, dass sie einfach vor den Toren stehen blieben. Das sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass es auf vielfältige Art und Weise möglich ist, gegen ungerechte und repressive Maßnahmen vorzugehen. Auch weiterhin solche und andere Maßnahmen unwirksam zu machen, wird die große Zukunftsaufgabe all jener Fanszenen sein, die sich ihre Art den Fußball zu leben, nicht nehmen lassen wollen.

Als Fazit lässt sich ziehen, dass die am 12. Dezember 2012 verabschiedeten Anträge zum neuen Sicherheitskonzept nur dann den Tod der Fankultur bedeuten werden, wenn wir Fans es nicht verhindern. Das Papier stellt noch nicht, wie mancherorts proklamiert, die Beerdigung der Fankultur dar, wohl aber einen heftigen Angriff auf ebendiese. Jetzt liegt es an uns, für unsere Leidenschaft zu kämpfen und diesen sowie weitere Angriffe abzuwehren. Oder anders ausgedrückt: Wenn das neue Sicherheitskonzept das Todesurteil der Fankultur sein soll, dann müssen wir eben seine Vollstreckung verhindern.

PRO Waldhof e.V.
im Januar 2013


[1] So wird z.B. Pyrotechnik im Umfeld von Fußballspielen häufig mit Gewalt und Randale gleichgesetzt, während sie bei anderen Sportveranstaltungen wie dem Skispringen als „gute Stimmung“ dargestellt wird.

[2] http://www.kicker.de/news/fussball/bundesliga/startseite/579044/artikel_der-boykott-eines-kompletten-spieltags-ist-eine-option.html

[3] ebd.

PRO Waldhof Fanclub-Winterhallenturnier 2013

PRO Waldhof Fanclub-Winterhallenturnier 2013Wie es bereits seit Jahren in der kalten Jahreszeit üblich ist, findet auch in diesem Winter das PRO Waldhof Winterhallenturnier statt.
Anders als in den letzten Jahre, wird es aber diesmal aus organisatorischen Gründen erst in der laufenden Rückrunde und nicht am Alsenweg, sondern in der Bertha-Benz-Halle stattfinden. Eine genau Uhrzeit steht noch nicht fest, da diese sich nach der Anzahl der angemeldeten Mannschaften richten wird.

Für Snacks und Getränke wird wie immer von PRO Waldhof zu gewohnt fanfreundlichen Preisen gesorgt sein. Es lohnt also auch für nicht mitspielende SVW-Fans, vorbei zu schauen!

Hier zusammengefasst die wichtigsten Infos:

Wann? 17.02.2012, genaue Uhrzeit wird noch bekannt gegeben. Geplant ist der erste Anstoss gegen Mittag.

Wo? Bertha-Benz-Halle in der Waldhofstr. 68-70, MA-Neckarstadt (nähe neuer Messplatz).

Wer? Ausschliesslich alle offiziellen SVW-Fanclubs!

An dieser Stelle sei noch einmal angemerkt, dass es sich um ein Turnier von Waldhoffans für Waldhoffans handelt, also die Teams nur aus Fankreisen des SVW bestehen sollten!!!
Zudem muss jeder Fanclub mindestens einen Helfer für das Turnier stellen.

Regeln? Es werden die üblichen Hallenregeln gelten, diese werden den mitspielenden Fanclubs aber noch mitgeteilt werden. Gespielt wird mit 4 Feldspielern + 1 Torwart.

Kosten? Um die für PRO Waldhof entstehenden Kosten zu decken, wird ein Antrittsgeld von 50€ pro Team sowie 50€ Kaution für den Helfer erhoben. Genauere Infos erfolgen bei Anmeldung.

Preise? Für die ersten 3 Plätze gibt es Pokale sowie Preise in Form von Präsenten aus dem Produktportfolio der Eichbaum-Brauerei.

!!! Anmeldungen bis zum 08.02.2013 an achim.schroeder@pro-waldhof.de !!!

PRO Waldhof Fanclub-Winterhallenturnier 2013

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Das war doch mal wieder ein Jahresauftakt ganz nach unserem Geschmack! Nachdem im letzten Jahr der gewohnte Ablauf des ersten Hallenturniers des Jahres mit Vorglühen am Carl-Benz-Stadion und dem gemeinsamen Marsch zur Arena kurzfristig abgesagt werden musste, konnte dieses Mal wieder der beliebte gemeinsame Treffpunkt organisiert werden. So fand sich ab 14:00 Uhr nach und nach die blau-schwarze Fanschar vor der PW Fananlaufstelle ein und das übliche Prozedere mit Bier, Gegrilltem, Glühwein und zahlreichen Silvester-Restbeständen nahm seinen Lauf. Gegen 16:15 Uhr brach die Meute dann zur unbeliebten Arena auf. Der Marsch verlief gewohnt entspannt, sieht man mal von einigen Wenigen ab, die es einfach nicht unterlassen können, Pyrotechnik als Flugobjekte zu missbrauchen. Schade! Angekommen an der Arena musste sich der Waldhöfer Anhang wieder sehr zähen Einlasskontrollen unterziehen, was jedes Jahr aufs Neue ein Ärgernis und in dieser Form unverständlich ist.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Kein Ärgernis, sondern ganz zu unserer Freude gestaltete sich dann der Auftritt unserer Mannschaft. Im ersten Spiel zog man gegen den SV Sandhausen zwar noch mit 3:4 knapp den Kürzeren. Die folgenden beiden Partien gegen den Karlsruher SC und das Kraichgauer Fußballprojekt konnten die Buwe aber mit einer klasse kämpferischen Leistung und angetrieben durch den lautstarken SVW-Anhang jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Danach machte man sich im überwiegend dem Motto entsprechend blau gekleideten Waldhof-Sektor natürlich berechtigte Hoffnungen auf das Endspiel. Die Ergebnisse der anderen Partien führten dazu, dass uns im letzten Spiel gegen den rot-weißen Dorfverein ein Unentschieden für den Einzug ins Finale genügt hätte. Ausgerechnet gegen uns besann sich die pfälzische Stümpertruppe dann aber doch darauf, dass sie eigentlich zwei Klassen höher spielt als wir, und zeigte so etwas wie Moral. Unsere Jungs waren trotzdem am Drücker, vergaben aber leider zahlreiche hochkarätige Chancen. Und wie es dann im Fußball eben so läuft (auch in der Halle), kriegt man die Dinger halt hinten rein, wenn man vorne alles versiebt. Der 1:2 Anschlusstreffer kam am Ende leider zu spät, um noch etwas bewegen zu können. Unterm Strich war man sich aber dennoch einig, dass sich unsere Mannschaft – anders als im Vorjahr – teuer verkauft und demnach ihren Applaus redlich verdient hatte.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Herzlich Bedanken wollen wir uns bei all den Fanclubs, die tatkräftig zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Bei der Organisation und Durchführung des Vorglühens und/oder als ehrenamtliche Ordner beim Marsch haben Fans aus folgenden Fanclubs geholfen: Legende Waldhof, Forevers SVW, Rechtsrheinische Jungs, DoppelPass, Ultras Mannheim, Kroatenfraktion, S.E.K Atze und Collectivo.

Euch allen Vielen Dank! PRO Waldhof und unsere Fanszene lebt durch Euer Engagement!

Die alljährliche Hallenserie ist aber noch lang nicht vorbei. Wir sehen uns am 18. und 20. Januar in der „GBG-Halle“ in Mannheim-Neckarstadt zum „MorgenMasters Turnier“!

NUR DER SVW!

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Das war doch mal wieder ein Jahresauftakt ganz nach unserem Geschmack! Nachdem im letzten Jahr der gewohnte Ablauf des ersten Hallenturniers des Jahres mit Vorglühen am Carl-Benz-Stadion und dem gemeinsamen Marsch zur Arena kurzfristig abgesagt werden musste, konnte dieses Mal wieder der beliebte gemeinsame Treffpunkt organisiert werden. So fand sich ab 14:00 Uhr nach und nach die blau-schwarze Fanschar vor der PW Fananlaufstelle ein und das übliche Prozedere mit Bier, Gegrilltem, Glühwein und zahlreichen Silvester-Restbeständen nahm seinen Lauf. Gegen 16:15 Uhr brach die Meute dann zur unbeliebten Arena auf. Der Marsch verlief gewohnt entspannt, sieht man mal von einigen Wenigen ab, die es einfach nicht unterlassen können, Pyrotechnik als Flugobjekte zu missbrauchen. Schade! Angekommen an der Arena musste sich der Waldhöfer Anhang wieder sehr zähen Einlasskontrollen unterziehen, was jedes Jahr aufs Neue ein Ärgernis und in dieser Form unverständlich ist.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Kein Ärgernis, sondern ganz zu unserer Freude gestaltete sich dann der Auftritt unserer Mannschaft. Im ersten Spiel zog man gegen den SV Sandhausen zwar noch mit 3:4 knapp den Kürzeren. Die folgenden beiden Partien gegen den Karlsruher SC und das Kraichgauer Fußballprojekt konnten die Buwe aber mit einer klasse kämpferischen Leistung und angetrieben durch den lautstarken SVW-Anhang jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Danach machte man sich im überwiegend dem Motto entsprechend blau gekleideten Waldhof-Sektor natürlich berechtigte Hoffnungen auf das Endspiel. Die Ergebnisse der anderen Partien führten dazu, dass uns im letzten Spiel gegen den rot-weißen Dorfverein ein Unentschieden für den Einzug ins Finale genügt hätte. Ausgerechnet gegen uns besann sich die pfälzische Stümpertruppe dann aber doch darauf, dass sie eigentlich zwei Klassen höher spielt als wir, und zeigte so etwas wie Moral. Unsere Jungs waren trotzdem am Drücker, vergaben aber leider zahlreiche hochkarätige Chancen. Und wie es dann im Fußball eben so läuft (auch in der Halle), kriegt man die Dinger halt hinten rein, wenn man vorne alles versiebt. Der 1:2 Anschlusstreffer kam am Ende leider zu spät, um noch etwas bewegen zu können. Unterm Strich war man sich aber dennoch einig, dass sich unsere Mannschaft – anders als im Vorjahr – teuer verkauft und demnach ihren Applaus redlich verdient hatte.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Herzlich Bedanken wollen wir uns bei all den Fanclubs, die tatkräftig zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Bei der Organisation und Durchführung des Vorglühens und/oder als ehrenamtliche Ordner beim Marsch haben Fans aus folgenden Fanclubs geholfen: Legende Waldhof, Forevers SVW, Rechtsrheinische Jungs, DoppelPass, Ultras Mannheim, Kroatenfraktion, S.E.K Atze und Collectivo.

Euch allen Vielen Dank! PRO Waldhof und unsere Fanszene lebt durch Euer Engagement!

Die alljährliche Hallenserie ist aber noch lang nicht vorbei. Wir sehen uns am 18. und 20. Januar in der „GBG-Halle“ in Mannheim-Neckarstadt zum „MorgenMasters Turnier“!

NUR DER SVW!

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Das war doch mal wieder ein Jahresauftakt ganz nach unserem Geschmack! Nachdem im letzten Jahr der gewohnte Ablauf des ersten Hallenturniers des Jahres mit Vorglühen am Carl-Benz-Stadion und dem gemeinsamen Marsch zur Arena kurzfristig abgesagt werden musste, konnte dieses Mal wieder der beliebte gemeinsame Treffpunkt organisiert werden. So fand sich ab 14:00 Uhr nach und nach die blau-schwarze Fanschar vor der PW Fananlaufstelle ein und das übliche Prozedere mit Bier, Gegrilltem, Glühwein und zahlreichen Silvester-Restbeständen nahm seinen Lauf. Gegen 16:15 Uhr brach die Meute dann zur unbeliebten Arena auf. Der Marsch verlief gewohnt entspannt, sieht man mal von einigen Wenigen ab, die es einfach nicht unterlassen können, Pyrotechnik als Flugobjekte zu missbrauchen. Schade! Angekommen an der Arena musste sich der Waldhöfer Anhang wieder sehr zähen Einlasskontrollen unterziehen, was jedes Jahr aufs Neue ein Ärgernis und in dieser Form unverständlich ist.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Kein Ärgernis, sondern ganz zu unserer Freude gestaltete sich dann der Auftritt unserer Mannschaft. Im ersten Spiel zog man gegen den SV Sandhausen zwar noch mit 3:4 knapp den Kürzeren. Die folgenden beiden Partien gegen den Karlsruher SC und das Kraichgauer Fußballprojekt konnten die Buwe aber mit einer klasse kämpferischen Leistung und angetrieben durch den lautstarken SVW-Anhang jeweils mit 3:1 für sich entscheiden. Danach machte man sich im überwiegend dem Motto entsprechend blau gekleideten Waldhof-Sektor natürlich berechtigte Hoffnungen auf das Endspiel. Die Ergebnisse der anderen Partien führten dazu, dass uns im letzten Spiel gegen den rot-weißen Dorfverein ein Unentschieden für den Einzug ins Finale genügt hätte. Ausgerechnet gegen uns besann sich die pfälzische Stümpertruppe dann aber doch darauf, dass sie eigentlich zwei Klassen höher spielt als wir, und zeigte so etwas wie Moral. Unsere Jungs waren trotzdem am Drücker, vergaben aber leider zahlreiche hochkarätige Chancen. Und wie es dann im Fußball eben so läuft (auch in der Halle), kriegt man die Dinger halt hinten rein, wenn man vorne alles versiebt. Der 1:2 Anschlusstreffer kam am Ende leider zu spät, um noch etwas bewegen zu können. Unterm Strich war man sich aber dennoch einig, dass sich unsere Mannschaft – anders als im Vorjahr – teuer verkauft und demnach ihren Applaus redlich verdient hatte.

Waldhof verkauft sich teuer beim „Harder13-Cup“

Herzlich Bedanken wollen wir uns bei all den Fanclubs, die tatkräftig zum Gelingen des Tages beigetragen haben. Bei der Organisation und Durchführung des Vorglühens und/oder als ehrenamtliche Ordner beim Marsch haben Fans aus folgenden Fanclubs geholfen: Legende Waldhof, Forevers SVW, Rechtsrheinische Jungs, DoppelPass, Ultras Mannheim, Kroatenfraktion, S.E.K Atze und Collectivo.

Euch allen Vielen Dank! PRO Waldhof und unsere Fanszene lebt durch Euer Engagement!

Die alljährliche Hallenserie ist aber noch lang nicht vorbei. Wir sehen uns am 18. und 20. Januar in der „GBG-Halle“ in Mannheim-Neckarstadt zum „MorgenMasters Turnier“!

NUR DER SVW!

Faninfos für den „Harder13-Cup“ 2013

An den letzten „Harder13-Cup“ erinnert man sich auf dem Waldhof aus vielerlei Gründen nur sehr ungern. Erst flatterten bei zahlreichen Waldhof-Fans verschiedener Fanclubs zu Weihnachten (überwiegend ungerechtfertigte) Stadionverbote ins Haus. Dann musste PRO Waldhof kurzfristig das gewohnte Vorglühen am CBS und den Marsch zur Arena absagen, da sich unter den Ausgesperrten ein Großteil des Helferstabs befand. Und als wenn das nicht schon genug wäre, zeigte unsere Mannschaft den bisher schlechtesten Auftritt bei diesem Turnier. Einziger Lichtblick war die große Solidarität mit den Stadionverbotlern innerhalb der Waldhof-Fanszene. So sammelten sich spontan circa 200 Blau-Schwarze am CBS und zogen unter lauten Unmutsbekundungen gen Arena. Auch dort wurde immer wieder mit Gesängen auf die Ungerechtigkeit der Stadionverbote, die ohne den Nachweis eines Fehlverhaltens im Einzelfall ausgesprochen wurden, hingewiesen. Andere Waldhöfer blieben trotz erworbener Karten dem Turnier fern, um sich mit den Ausgesperrten zu solidarisieren.

Faninfos für den "Harder13-Cup" 2013

Dieses Mal stehen die Vorzeichen für einen gelungenen blau-schwarzen Jahresauftakt wieder wesentlich besser. Fast alle Stadionverbote wurden mittlerweile aufgehoben und selbstverständlich lädt PRO Waldhof wieder zum gewohnten Vorglühen am Carl-Benz-Stadion ein. Hierzu treffen wir uns am kommenden Samstag, den 5. Januar 2013, ab 14:00 Uhr vor der PW Fananlaufstelle (Zugang über Feuerwehrtor). Natürlich wird es auch wieder Getränke und Speisen zu fanfreundlichen Preisen geben. Lasst Euren eigenen Alkohol und Snacks also daheim, denn jeder eingenommene Cent kommt der Fanarbeit auf dem Waldhof und damit wieder direkt Euch zu Gute!

Um 16:15 Uhr brechen wir dann gemeinsam zur Arena auf und stimmen uns während des Marschs darauf ein, die Buwe anschließend zum zweiten Turniersieg zu schreien! Leider müssen wir an dieser Stelle darauf hinweisen, dass es in den vorigen Jahren immer wieder einige Wenige gab, die Pyrotechnik, vor allem Böller, entweder als Wurfgeschosse zweckentfremdet oder mitten unter den eigenen Leuten gezündet haben. Lasst diesen Unsinn bitte sein! Weder die ehrenamtlichen Ordner und die bei diesem Marsch immer sehr lockeren Polizisten haben Lust, mit Pyro beworfen zu werden, noch finden es Fans im Mob toll, einen Gehörsturz zu erleiden, weil direkt neber bzw. unter ihnen ein Kanonenschlag hochgeht. Achtet bitte auch auf die Leute in Eurem Umfeld, dass sie sich angemessen verhalten!

In der Arena geben wir dann wieder Vollgas für den SV Waldhof Mannheim 07 e.V.! Die Winterpause ist vorbei. Es wartet ein schwieriges und wichtiges Jahr 2013 auf unseren Verein. Umso wichtiger ist es, mit einem Erfolgserlebnis zu starten, selbst wenn es nur ein Hallenturnier ist. Wir Fans werden unseren Teil dazu beitragen und dem Turnier wieder unseren Stempel aufdrücken! Um auch in der Arena ein optisch geschlossenes Bild abzugeben, bitten wir euch alle, in blauen Klamotten zu erscheinen. Trikots, Shirts, Pullis… ganz egal, hauptsache in blau!

Faninfos für den "Harder13-Cup" 2013

Karten

Für den SVW-Anhang stehen die Blöcke 401, 419 (Stehplatz) und 216 (Sitzplatz) zur Verfügung.
Der Zugang erfolgt über den Eingang D. Karten sind nur noch direkt über die Arena zu erhalten: https://tickets.saparena.de/Internetverkauf/SelectBlock.aspx

Eintrittspreise

Stehplatz (Blöcke 419 und 401): 12 Euro
Sitzplatz (Block 216): 29 Euro
Zudem sind auch noch Restkarten für andere Kategorien erhältlich.

Fanutensilien

erlaubt: Zaunfahnen, Fahnen bis 1,80 Meter, Doppelhalter bis 1,10 * 0.90 Meter, Trommel, grosse Schwenkfahnen nur mit Fahnenpass (Anmeldung bei ARENA Control)
nicht erlaubt: Blockfahnen, Megaphone

Es ist also alles angerichtet füt einen gelungenen Start ins Jahr 2013. Jetzt liegt es nur noch an Euch, in Eurem Umfeld mobil zu machen und am Samstag hochmotiviert am CBS zu erscheinen.

Mannheim ist blau-schwarz! 2013 wird unser Jahr!

Simon Landa und Andreas Müller bei „DoppelPass on Air“

Simon Landa und Andreas Müller bei "DoppelPass on Air"Am 02.01.2013 sind ab 20 Uhr Simon Landa und Andreas Müller zu Gast bei „DoppelPass on Air„. Die erste Sendung des Jahres 2013 steht also ganz im Zeichen der SVW-Jugend, wenn sich eine Stunde lang der Jugendförderzentrums-Leiter und der Coach unserer U17-Bundesliga-Junioren im Studio in der Alten Feuerwache unseren und Euren Fragen stellen, die Ihr live während der Sendung über das Studiotelefon (0621 – 33 93 98 01) oder gleich hier loswerden könnt.

Alle Jahre wieder…

… werden wir Fußballfans vor die Herausforderung gestellt, die Winterzeit irgendwie zu überstehen. Und alle Jahre wieder kommen bei vielen Waldhof-Süchtigen schon sehr schnell die ersten Entzugserscheinungen zum Vorschein. Doch wir wissen uns bekanntlich zu helfen. Damit die Zeit bis zur Wiederaufnahme des Ligabetriebs etwas schneller vorübergeht, besuchen wir als Fanszene seit vielen Jahren alle Hallenturniere der Region, an denen unser SV Waldhof teilnimmt.

Das wird auch in diesem Winter nicht anders sein!

Alle Jahre wieder...Los geht es am 05.01.2013 ab 17:30 Uhr mit dem „Harder13-Cup“. Egal, ob damals noch in der Eppelheimer Rhein-Neckar-Halle oder seit einigen Jahren in der unbeliebten Arena im Mannheimer Bösfeld: Wir Waldhof-Fans waren immer zahlreich und lautstark vertreten, wenn unser SVW dort antrat. Seit dem Umzug des „Harder-13-Cups“ nach Mannheim hat es sich außerdem etabliert, dass wir uns zum Vorglühen und Grillen am Carl-Benz-Stadion treffen, um anschließend gemeinsam zur Arena zu laufen. Wir wollen schließlich nicht mehr Zeit als unbedingt nötig in dieser seelenlosen Spielstätte verbringen und stimmen uns daher lieber an unserem Stadion auf das Turnier ein. 2012 musste das Warm Up sowie der Marsch leider abgesagt werden, da fast der gesamte Helferstab aufgrund größtenteils ungerechtfertigter Stadionverbote kurzfristig ausfiel und PRO Waldhof in der Kürze der Zeit keinen Ersatz organisieren konnte. Dieses Mal wird es aber wieder den gewohnten Ablauf geben! Da Vorglühen und Marsch mit viel Aufwand und Arbeit verbunden sind, suchen wir wieder viele fleißige Helfer. Wir benötigen Eure Hilfe sowohl für den Essens- und Getränkeverkauf am Stadion, als auch für die behördlich vorgeschriebene Anzahl an freiwilligen Ordnern beim Marsch. Wenn Ihr also selbst mit anpacken und zum Gelingen des Tages beitragen wollt, dann meldet Euch bitte bis zum 31.12.12 bei soeren.runke@pro-waldhof.de. Die genaue Uhrzeit für den Treffpunkt am CBS und den Abmarsch werden wir noch rechtzeitig bekannt geben.

Wichtig: Karten für die Waldhof-Blöcke sind nur noch bis zum 17.12. auf der Geschäftsstelle am Alsenweg und am SVW-Stand auf dem Weihnachtsmarkt erhältlich. Danach sind die Karten nur noch über das Arena-Ticketing direkt zu erwerben, greift also am Besten noch bis Montag zu!

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Die für gewöhnlich zweite Station auf Alle Jahre wieder...unserer Hallentour, der „Sparkassen-Cup“, wird 2013 nicht stattfinden, was für uns leider bedeutet, dass wir dort nicht wie sonst immer unsere 100 Liter Freibier als Preis für die lautesten Fans abstauben können. Schade!

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Dafür geht es am Freitag, den 18.01.2013, und am Sonntag, den 20.01.2012, dann weiter mit dem „MorgenMasters Finalturnier“ in der „GBG-Halle“ in Mannheim-Neckarstadt. Auch diesem symphatischen Turnier drücken wir seit Jahren unseren Stempel auf. Das schreit nach einer Fortsetzung! Erscheint also auch hier wieder zahlreich und motiviert. Vielleicht schaffen wir ja wieder ein rein blau-schwarzes Traumfinale wie beim letzten Mal.Alle Jahre wieder...

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Außerdem hat der SVW seine Testspiele für die Winterpause bekannt gegeben:

Samstag, 12. Januar 2013 – 14 Uhr / Alsenweg
SV Waldhof – SVN Zweibrücken (Spitzenreiter, Oberliga-Rhein-Pfalz/Saar)

Samstag, 26. Januar 2013 – 14 Uhr / Alsenweg
SV Waldhof – SC Hauenstein (3. Platz, Oberliga Rhein-Pfalz/Saar)

Mittwoch, 30. Januar 2013 – 18 Uhr / Weinheim (Sepp-Herberger-Stadion)
TSG 1862/09 Weinheim – SV Waldhof (9. Platz, Verbandsliga Nordbaden)

Samstag, 2. Februar 2013 – 14 Uhr / Alsenweg
SV Waldhof – SV Spielberg (13. Platz, Oberliga Baden-Württemberg)

Es ist also alles angerichtet für eine kurzweilige Winterpause mit dichtem Waldhof-Programm. Bevor wir am 5. Januar gemeinsam in ein hoffentlich erfolgreiches blau-schwarzes Jahr 2013 starten, wünscht PRO Waldhof e.V. allen Mitgliedern und Waldhof-Fans eine frohe und geruhsame Weihnachtszeit sowie einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Mannheimer Morgen: Willigs Traum – Ein Innenminister im Fanblock

Mannheimer Morgen: Willigs Traum - Ein Innenminister im Fanblock Mannheim. In einem gemeinsam erarbeiteten und offenen Brief haben das Präsidium des SV Waldhof und dessen wichtigste Fanvertretungen gemeinsam an alle 36 Profivereine appelliert, das DFL-Sicherheitskonzept abzulehnen. Als derzeitiger Viertligist seien die Blau-Schwarzen aktuell zwar nicht betroffen. Trotzdem fühle sich der Regionalligist verpflichtet, sich in der Sache zu Wort zu melden.

Martin Willig, Mitarbeiter des kommunalen Fanprojektes Mannheim/Ludwigshafen, erklärt das Kernanliegen: „Ein tragfähiges Konzept, das in der Fanszene anerkannt würde, kann es nur geben, wenn die Fans selbst in den Dialog eingebunden werden. Dies ist die einzig vertretbare Lösung.“

Willig befürchtet, dass Verbände und Vereine dem zuletzt gewachsenen Druck seitens der Politik „nur deshalb wohl zustimmen werden, um die Politik anschließend wieder aus dem Sport fernhalten zu können. Das ist ein Schulterschluss, der gegen geltendes Recht in Deutschland verstößt und dabei die große Masse der neutralen und friedlichen Stadionbesucher erneut unter Generalverdacht stellt.“

Er zieht einen Vergleich zu anderen Veranstaltungen: „Man stelle sich vor, vor einem Eishockey- oder Handballspiel oder sogar vor einer Konzertveranstaltung in der Mannheimer SAP Arena müssten sich einzelne Besucher bis auf die Unterhose entblößen.“ Gewalt sei unverändert ein soziales Problem, das sich tagtäglich an vielen Orten der Republik abspiele.

„Keiner will Verletzte“

„Keiner von uns will Verletzte im Stadion oder um dieses herum. Von einer zunehmenden Gewalt in deutschen Arenen zu sprechen, ist jedoch ohnehin falsch. Wer Woche für Woche Fußballspiele besucht und sich intensiv damit beschäftigt, weiß, dass der Prozentsatz, der im Verhältnis zu allen Straftaten im Land bei Fußballspielen auftritt, bei aktuell 0,05 Prozent liegt“, erklärt Willig. Wie ein effektiver Dialog realistisch umsetzbar sei, erörtert er am Beispiel des SV Waldhof: „Hier gibt es regelmäßig einen Austausch mit Präsidium, Geschäftsführung und Fanvertretern. In der Vor- und auch in der Nachbearbeitung.“

Willig denkt, dass nach einer Verabschiedung des Konzeptes die Protestaktionen der Fans ins neue Jahr mitgenommen werden könnten: „Mein Wunschtraum, der es trotz Weihnachtszeit wohl bleiben wird, ist, dass sich ein Bundesinnenminister auch einmal in einen Fanblock stellt und dabei erkennt, dass Fanarbeit viel Sozialarbeit leistet. Und, dass er sich auch einmal Stimmen aus der Kurve anhört.“ robo

© Mannheimer Morgen, Mittwoch, 12.12.2012

Wir fühlen uns sicher. Ihr auch?

Wir fühlen uns sicher. Ihr auch?Seit Monaten überschlagen sich die Diskussionen und Berichte und wir stehen staunend daneben: Angeblich herrschen im deutschen Fußball Gewalt und Anarchie, ist der Stadionbesuch inzwischen ein gefährliches Abenteuer. Angeblich erlebt unser aller Lieblingssport eine nie dagewesene Dimension von Ausschreitungen.

Wirklich? Warum bekommen wir als Fußballfans und regelmäßige Stadiongänger davon dann kaum etwas mit?

Tatsächlich ist der Stadionbesuch heute nicht gefährlicher als vor fünf, zehn oder dreißig Jahren, ganz im Gegenteil! So viele Zuschauer wie niemals zuvor strömen in die Bundesligastadien und darunter befinden sich auch immer mehr Familien mit ihren Kindern, die offenbar vor allem eines eint: Sie haben gar keine Angst.

Wie sieht es mit Euch aus? Habt Ihr auch keine Angst? Dann lasst uns gemeinsam ein Zeichen setzen gegen skandalisierende und übertreibende Berichterstattung! Lasst uns ein Zeichen setzen gegen die realitätsfernen Angstszenarien, die die Diskussion beherrschen! Lasst uns ein Zeichen setzen gegen absurde Maßnahmenvorschläge aus der Politik! Lasst uns allen voran den Innenpolitikern als Petition mit auf den Weg geben, dass ein Großteil ihrer Wähler nicht einverstanden sind mit dem, was dort gerade geschieht. Lasst uns ihnen und unseren Vereinen und Verbänden demonstrieren, dass wir unsere Spielstätten und den Fußball lieben, so wie sie sind. Dass wir Wochenende für Wochenende keineswegs ängstlich das Stadiontor durchschreiten.

Ihr fühlt Euch auch sicher in den deutschen Stadien? Dann tragt Euch hier in die Liste ein!

Quelle: www.ich-fuehl-mich-sicher.de